5. November 2021
Fitness

Gerätetraining oder freies Training – Was ist das Richtige für mich?

Was ist besser? Das Training an den EGYM-Geräten, mit seinen perfekt eingestellten Belastungskurven? Oder das freie Training mit Geräten, Gewichten, Körpergewicht und Schwerkraft, wie es in unserem neuen Trainingsbereich möglich ist? Diese Frage wird uns häufiger gestellt. Deshalb heute ein paar Sätze über die Vor- und Nachteile beider Trainingsformen.
Rückenwind Redaktion

Trainingstipps von Antje Petzsch, dipl. Sportwissenschaftlerin, dipl. Spiral­dynamik® Fachkraft Level Intermediate, Heilpraktikerin

Wie funktioniert Krafttraining überhaupt? Unser Körper benötigt bestimmte Reize, um sich zu entwickeln, um stärker oder ausdauernder zu werden. Beim Krafttraining bekommt der Körper das Signal: Achtung, hier fehlt es an Kraft, bitte mehr Muskelfasern aktivieren! Dabei ist es erst einmal egal, ob diese Reize an einem EGYM-Gerät oder beim Freihanteltraining erzeugt werden. Wichtig ist nur, dass eine bestimmte Reizschwelle überschritten wird. Salopp gesagt: Das Training muss anstrengend sein, damit die Muskulatur das Signal bekommt, zu wachsen.

Das Training an Kraftgeräten

Das Training an Kraftgeräten bietet eine einfache Möglichkeit zum Krafttraining. Insbesondere, wenn die Nutzung der Kraftgeräte so einfach und unkompliziert ist, wie bei den elektronisch gesteuerten EGYM-Geräten. Hier sind keine Vorkenntnisse oder besonderen Voraussetzungen erforderlich. Die Bewegung ist leicht zu erlernen, das Gerät passt den Trainingsreiz optimal an die Leistungsfähigkeit an, die Muskulatur wird herausgefordert und dazu angehalten zu wachsen.

Diese Trainingsform ist somit gerade für Einsteiger gut geeignet. Und auch erfahrene Trainierende können hier gezielt trainieren. Die jeweiligen Belastungen lassen sich genau steuern und durch die Kraftmessungen exakt bestimmen. An jedem Gerät kann eine bestimmte Muskulatur oder Muskelgruppe trainiert werden. Defizite können so gezielt bearbeitet werden, von Verletzung und Schmerzen betroffene Bereiche können geschont werden. Eine Verletzungsgefahr ist bei korrekter Nutzung nahezu ausgeschlossen, denn die geführte Bewegung lässt nur wenig Fehler zu und kann auch bei muskulärer Ermüdung noch effektiv eingesetzt werden.

Was fehlt beim Gerätetraining?

Die immer geführte und meist nur ein- oder zweigelenkige Bewegung an Kraftgeräten ist der größte Kritikpunkt. Tatsächlich haben einige Kraftgeräte nur wenig mit einer alltäglichen Belastungsform zu tun, bei der oft viele verschiedene Muskeln gut zusammen­arbeiten müssen. Die tiefer liegenden Muskeln, die beispielsweise die Gelenke stützen, werden mit dem Training an Kraftgeräten kaum erreicht. Spätestens hier kommt das freie Training ins Spiel.

Das Training mit freien Gewichten

Das Training mit Freihanteln, egal ob Langhantel oder Kurzhantel, bietet im Bereich eines funktionellen Trainings hervorragende Möglichkeiten, um sich fit für die Herausforderungen des Alltags und des Sports zu machen. Der koordinative Anspruch ist bei freien Übungen deutlich höher und fordert den Körper ganzheitlich. Die Muskulatur des Körpers wird ausgeglichen und funktionell trainiert und auch die gelenknahen, tiefliegenden Muskeln werden gefordert und tragen so zu mehr Stabilität bei.

Die Komplexität der Übungen im freien Training bieten viel Abwechslung und ständig neue Reize. Und neue Reize sind eben ein wesentlicher Bestandteil von erfolgreichem Training. Das freie Training lässt sich außerdem hervorragend mit dem Training koordinativer Fähigkeiten wie Balance und Gleichgewicht kombinieren und nicht zuletzt profitiert auch unser Gehirn vom Erlernen neuer Bewegungsabläufe. Auf der Gegenseite heißt das natürlich auch: Wer mit dem Training an freien Gewichten beginnt, braucht auf jeden Fall am Anfang eine professionelle Anleitung.

Was ist nun das richtige Training für mich?

Fakt ist: auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Und jedes Training ist natürlich besser als gar kein Training. Ihr dürft also auch persönliche Vorlieben haben. Wer gern ohne nachzudenken an den EGYM-Geräten sitzt, Musik auf den Ohren, Kopf frei kriegen – großartig. Wer lieber selbst die Gewichte auswählt und Wiederholungen zählt – ganz genauso gut.

Wir laden euch allerdings ein, euren Körper und Geist herauszufordern und immer mal wieder etwas Neues auszuprobieren – auch im Trainingsbereich. Für viele Trainierende lohnt es sich auf Dauer, beide Trainingsmöglichkeiten zu kombinieren, um ein abwechslungsreiches und ganzheitliches Training zu gestalten. Und wie das geht – dafür gibt es viele verschiedene Varianten.

Gerne beraten wir euch hierzu persönlich, zeigen Übungsalternativen oder geben euch im Rahmen eines Personaltrainings neue Impulse. Damit ihr eure Trainingsziele erreicht. Mit einem Training, dass zu euch und euren Rahmenbedingungen passt.

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