29. Juni 2022
Fitness

Was tun gegen Muskeldysbalancen?

Vielleicht haben Sie schon einmal von Ärztin, Physiotherapeut oder Yogalehrerin gehört, dass Sie einen zu schwachen Oberkörper hätten oder dass Ihre Rückenschmerzen von zu wenig Bauch- oder Rückenmuskeln kämen. Vielleicht trainieren Sie auch an unseren EGYM-Geräten, und bekommen in der Kraftanalyse in einigen Bereichen „Muskeldysbalancen“ angezeigt. Was genau damit gemeint ist und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie heute von Antje Petzsch, Diplom Spiral­dynamik® Fachkraft, Sportwissenschaftlerin, Heilpraktikerin und Trainerin bei Rückenwind.
Antje Petzsch
Diplom Spiral­dynamik® Fachkraft, Sportwissenschaftlerin und Heilpraktikerin

Was bedeutet „Muskeldysbalance“?

Die meisten Muskel in unserem Körper existiert im Zweierpack – in einem Pärchen von „Spieler“ und „Gegenspieler“. Während der Bizeps den Arm beugt, ist der Gegenspieler, der Trizeps, dafür verantwortlich, ihn wieder zu strecken. Diese zusammenwirkenden Muskeln sollten normalerweise in ihrer Stärke aufeinander abgestimmt sein, um ausgewogene Bewegungen zu ermöglichen. Stimmt das Kraftverhältnis zwischen verschiedenen Muskelgruppen nicht, spricht man von einer Muskeldysbalance. Wenn es um Rücken- und Bauchmuskulatur geht, sind dabei nicht nur zwei einzelne Muskeln, sondern ganze Muskelgruppen beteiligt. Aber auch hier gilt: Bauch und Rückenmuskulatur sollten in ihrer Stärke gut zusammenpassen, damit wir uns ohne Schwierigkeiten bewegen können.

Ursachen für Muskeldysbalancen

Es gibt ganz verschiedene Gründe für das Entstehen von Muskeldysbalancen. Häufige Ursachen sind einseitige Belastungen im Alltag oder beim Sport. Einseitige Haltungen, Überlastungen einzelner Muskelgruppen aber auch fehlende körperliche Beanspruchungen können zu Dysbalancen führen. Klassisches Beispiel dafür ist sicher das stundenlange Sitzen in vielen Berufen. Aber auch Verletzungen oder eine ungenügende Regeneration nach hohen Belastungen können solche Ungleichgewichte begünstigen.

Muskeldysbalancen sind weit verbreitet

Viele Menschen haben irgendwo im Körper einen Bereich, in dem die Muskulatur nicht optimal zusammenarbeitet oder wo einzelne Muskelgruppen besser trainiert sind als andere. Das ist erst mal kein Grund zur Panik. Je nachdem wie ausgeprägt das Ungleichgewicht ist und ob noch andere Risikofaktoren hinzukommen, können solche Dysbalancen jedoch auch Probleme bereiten. Ungleiche Zug- und Kraftverhältnisse innerhalb eines Gelenks können zum Beispiel zu Fehlbelastungen, vorzeitigen Verschleißerscheinungen, zu einem erhöhten Verletzungsrisiko und anderen Beschwerden führen. Deshalb lohnt es sich, den Auswertungen von EGYM-Geräten oder Trainer etwas Aufmerksamkeit zu schenken.

Das können Sie gegen Muskeldysbalancen tun?

Zum Glück müssen Sie solche Ungleichgewichte nicht einfach hinnehmen. Muskeln, die im Verhältnis „zu schwach“ sind, können gezielt gekräftigt werden. Hierfür sollten neben dem allgemeinen Kraftprogramm zeitweise auch extra Übungen für den entsprechenden Bereich absolviert werden. Unabdingbar für ein ausgeglichenes Zusammenspiel der Muskeln ist dabei auch die Dehnungsfähigkeit der Muskulatur. Dabei geht es nicht nur um passive Beweglichkeit, sondern um die Fähigkeit der Muskeln, kontrolliert und unter Anspannung nachzugeben. Das lässt sich zum Beispiel in unserem FLEX-Zirkel trainieren.

Besonders gut sind das funktionelle Training und das Freihantel-Training geeignet, um muskulären Dysbalancen entgegenzuwirken. Durch eine korrekte Ausführung von Übungen mit dem eigenen Körpergewicht und/oder durch die Hinzunahme von „Balanceboard und Co.“ wird das ausgeglichene Zusammenspiel der Muskulatur trainiert. Somit werden Dysbalancen nach und nach verringert. Allerdings braucht es dafür gezieltes Training und Geduld, denn solche Ungleichgewichte haben sich oft über Jahre eingeschlichen und sind in der Regel nicht in wenigen Wochen zu beheben.

Wenn Sie Fragen haben oder konkrete Übungsanregungen benötigen, dann sprechen Sie uns auf der Trainingsfläche dazu an oder vereinbaren Sie gleich einen Termin für ein Personal Training. Wir helfen gern bei der Auswertung der EGYM-Analyse und stellen Ihnen eine individuelles Trainingsprogramm zusammen.

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